Am 14. März 2007 wurden der Presse zwei Neubesetzungen vorgestellt. „3 Musketiere“ in Stuttgart
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Neue Darsteller in der Open End Produktion
Kristin Hölck übernimmt die Milady, Mark Derichs den Athos

Einträchtig beieinander, Milady de Winter und Musketier Athos, die im Stück nicht zueinander finden. - Am 14. März hat Kristin Hölck offiziell die Nachfolge von Pia Douwes angetreten. Ihre unglückliche Liebe zu Athos, der von Walk in Cover Mark Derichs gespielt wird, und der daraus entstehende Hass sind hier nicht zu erkennen. Die sympathischen  Künstler stellten sich vor ihrer Vorstellung der Presse, fast wie ein Liebespaar. - Foto: Copyright © 2007 Arthur H. Maute
Einträchtig beieinander, Milady de Winter und Musketier Athos, die im Stück nicht zueinander finden.
Am 14. März hat Kristin Hölck offiziell die Nachfolge von Pia Douwes angetreten. Ihre unglückliche Liebe zu Athos, der von Walk in Cover Mark Derichs gespielt wird, und der daraus entstehende Hass sind hier nicht zu erkennen. Die sympathischen  Künstler stellten sich vor ihrer Vorstellung der Presse, fast wie ein Liebespaar.
Foto: Copyright © 2007 Arthur H. Maute

Während für „Mamma Mia!“ im Stuttgarter Palladium ganz sicher am 9. September Schluss sein soll, ist bei den Musketieren vorerst kein Ende abzusehen. „3 Musketiere“ läuft nach Auskunft des Apollo Theaters weiterhin „Open End“. Am 14. März wurden der Presse zwei Neubesetzungen vorgestellt.
   Kristin Hölck folgt Pia Douwes nach und übernimmt die Rolle der Milady de Winter. Sie hat die Milady schon in Berlin gespielt, so dass der Wechsel nach Stuttgart für die Künstlerin nur marginale Unterschiede bringt. Während Pia Douwes mehr die im Lauf ihres Lebens hartherzig gewordene Intrigantin mimt und immer wieder versucht, sich mit den ach so bösen Männern zu messen, spielt Hölck die Rolle weicher und macht sie so menschlich verständlicher. Sie ist nicht so sehr die heimtückische Frau, sondern vielmehr die verzweifelte, von der Welt, sprich Kardinal Richelieu, gequälte Frau, die sich wehrt oder wenigstens zu wehren versucht. Dass sie schließlich vor ihrer Verurteilung durch die Musketiere lieber freiwillig den Tod sucht, nachdem sie einen letzten Versuch gemacht hat, ihre ursprüngliche große Liebe Athos für sich zu gewinnen, ist nur zu verständlich. Hölck zeigt eine psychologische Charakterisierung der Milady, die der extremen Interpretation von Douwes in nichts nachsteht. Ihre wandlungsfähige Stimme, die sie für die Aufgabe einzusetzen weiß, unterstreicht ihre Darstellung. Kristin Hölck hat neben der Arbeit in Stuttgart noch die ganz andere Rolle der Aldonza in „Der Mann von La Manch“ in Nürnberg zu bewältigen.
   Als so genannter Walk in Cover wird Mark Derichs immer dann den Athos spielen, wenn Marc Clear, die Erstbesetzung in dieser Rolle, ausfällt, sei es durch Urlaub, Krankheit oder anderweitigen Verpflichtungen. Derichs gehört also nicht, wie sonst üblich, dem Ensemble des Apollo Theaters an. Er wird immer dann nach Stuttgart kommen, wenn er gebraucht wird, eine gewiss nicht ganz einfache Aufgabe. Trotzdem hat man den Eindruck, dass er sich als Musketier wohl fühlt. Außerdem weiß er seine Stimme klug einzusetzen und überzeugt das Publikum besonders mit dem Popsong „Engel aus Kristall“.

Arthur H. Maute
14. März 2007

Vorstellungen:
Mittwoch 18:30 Uhr
Donnerstag bis Samstag jeweils 19:30 Uhr
Samstag auch 14:30 Uhr
Sonntag 14:00 und 19:00 Uhr