Nach dem Studium an der Musikhochschule Hamburg war Caspar Richter Assistent von Lorin Maazel an der Deutschen Oper Berlin. Er war Herausgeber der Neuausgabe der Werke von Jacques Offenbach, Leiter des RIAS-Jugend-Symphonieorchesters, Musikdirektor der Berliner Festspiele, Gastdirigent bei den Berliner Philharmonikern und der Rundfunk-Symphonieorchester in Frankfurt, Stuttgart und Hamburg. 1982 wechselte er mit Maazel an die Wiener Staatsoper, wurde Orchesterchef der Volksoper und dirigierte Ballettproduktionen von Rudolf Nurejew und John Neumeier in Paris, Basel und Hamburg. Einige Jahre war er musikalischer Leiter des Innsbrucker Sommers und ist erster ständiger Dirigent der Tschechischen Philharmonie Brünn, als Gast an der Dresdner Semperoper, beim Prager Frühling und an der Komischen Oper in Berlin. Er leitete die Erstaufführung von Bernsteins „Mass“, die Uraufführung von Joe Zawinuls 1. Symphonie beim Brucknerfest in Linz und die Fünfziger-Jahre-Revue „Let’s Pop“ am Theater des Westens. Seit 1987 ist er mit Unterbrechungen Musikdirektor der Vereinigten Bühnen Wien und war dort musikalischer Leiter u.a. von Gottfried von Einems Oper „Der Tulifant“ im Ronacher, von „Phantom der Oper“, der Uraufführungen von „Freudiana“, „Elisabeth“ und „Mozart!“, von „Chicago“ und der österreichischen Erstaufführung von „Jekyll & Hyde“ am Theater an der Wien sowie von „A Chorus Line“, „Les Misérables“ und zuletzt der Uraufführung von „Wake Up“ am Raimund Theater.
Zuletzt hatte Caspar Richter die musikalische Leitung der Produktion von „Die Lustige Witwe“ am Stadttheater Brünn.
(Stand der Vita: März 2004 Text: VBW, Arthur H. Maute)
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