Chris Murray ist einer der profiliertesten Musicaldarsteller in Deutschland. Der gebürtige Braunschweiger wuchs zweisprachig in Berlin und New York auf, wo er seine Ausbildung an der University of Fredonia und der Purchase School of the Performing Arts, Purchase, New York, absolvierte. Seine Studien im Fach Gesang (zunächst als Bariton) und Regie schloss er 1986 ab. Weitere Gesangsstudien führten ihn nach Stuttgart an das Opernstudio Herta Kalcher und in Berlin zu Prof. Ks. William Murray. Nach seinem Wechsel ins Tenorfach sang er Partien wie Jesus („Jesus Christ Superstar“), Judas („Godspell“) und Claude („Hair“). Er arbeitete u.a. mit Götz Friedrich, Harry Kupfer, Loriot, Achim Freyer, Hans Neuenfels, Wolfgang Wagner, Robert Wilson, Stephen Schwartz, Frank Wildhorn, Alan Menken, Cameron Mackintosh und James Lapine zusammen.
Sein Deutschlanddebüt erfolgte 1997 bei „Das Phantom der Oper“. Anschließend sang er den Vater in Martin Doepkes „Die Schöne und das Biest“. 1999 wirkte er in der Uraufführung von Disneys „Der Glöckner von Notre Dame“ im Theater am Potsdamer Platz Berlin mit, wo er 2001 die Hauptrolle des Erzählers Clopin übernahm. In der „Les Misérables“Produktion im Berliner Theater des Westens (2003/04) war Chris Murray in beiden Hauptrollen, als Jean Valjean wie Javert, zu erleben.
Am Opernhaus Halle sang Chris Murray den Jesus in „Jesus Christ Superstar“ und kreierte dort in der deutschsprachigen Erstaufführung von Frank Wildhorns Erfolgsstück „The Scarlet Pimpernel“ (seit 2003) die Rolle des Chauvelin, für die er von den Lesern der Zeitschrift musicals (2003) und Da Capo (2004/2005 in der Kategorie „Schönste männliche Stimme“) ausgezeichnet wurde. Die 2003 erschienene Aufnahme dieser Produktion mit Chris Murray als Chauvelin platzierte sich monatelang auf Platz 1 der deutschen Musicalcharts. Auch der Komponist Frank Wildhorn war begeistert.
Als Jesus in „Jesus Christ Superstar“ bei den Erfurter DomStufen-Festspielen 2005 konnte Chris Murray einen weiteren überregionalen Erfolg verbuchen. 2005/2006 war er in der europäischen Erstaufführung von Frank Wildhorns „Dracula“ als Abraham van Helsing zu erleben. Am 23.11.2005 präsentierte Chris Murray in der Berliner Tribüne sein erstes Solo-Konzert mit großem Erfolg bei Publikum und Fachpresse.
2006 debütierte Chris Murray mit großem Erfolg als Cervantes/Don Quixote in „Der Mann von La Mancha“ am Landestheater Detmold und konnte anschließend einen weiteren Erfolg als Jesus am Theater Regensburg verbuchen. Als Jean Valjean in „Les Misérables“ bei den Freilichtspielen Tecklenburg verkörperte er diese Rolle weltweit erstmals in einer Open-Air-Produktion. Diese Produktion wurde deutschlandweit gefeiert und zu einem persönlichen Triumph für Chris Murray, wie auch die Auszeichnungen für die Produktion und Chris Murray bei den Leserwahlen der musicals und der Da Capo 2006 belegen. Die „Jesus Christ Superstar“Premiere am Staatstheater Schwerin 2006 war ebenso ein großer Erfolg für Chris Murray wie seine sehr populäre Darstellung des Scrooge in „Vom Geist der Weihnacht“ im Berliner Schillertheater 2006.
Im Februar 2007 kehrte er von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert als Javert zu „Les Misérables“ zurück (Baden bei Wien), bevor er in einer Uraufführung des Musicals „Elisabeth die Legende einer Heiligen“ der Spotlight Musicalproduktion die für ihn geschriebene männliche Hauptrolle des Konrad von Marburg kreierte (7.7.2007 in Eisenach), die er auch 2008/2009 sang.
Die Spielzeit 2007/2008 stand für Chris Murray im Zeichen mehrerer Rollendebüts: Er verkörperte nicht nur seinen ersten Jekyll/Hyde an der Staatsoperette Dresden (2009 bei der Leserwahl der Da Capo ausgezeichnet) und ebendort erstmals den Frederick Trumper in "Chess", sondern auch den Inspektor X in der Uraufführung der Rockoper "ChristO" am Gärtnerplatztheater München.
2008 wiederholte er seinen Erfolg als Chauvelin, diesmal in Baden. Am Staatstheater Darmstadt verkörperte 2009 er unter großem Jubel des Publikums und der Presse mit Jesus eine seiner Paraderollen in einer Neuinszenierung und eröffnete am 20.6.2009 die neue Konzertreihe "Night of the Musical Stars" mit einem Solo-Konzert in Bonn.
Die Spielzeit 2009/2010 begann für Chris Murray mit einem gefeierten Rollendebüt: Am Theater Hof sang er den Ché in "Evita“. 2010 hatte eine weitere gefeierte Jesus-Christ-Superstar-Produktion mit Chris Murray als Jesus Premiere am Schleswig-Holsteinischen Landestheater, diesmal in englischer Sprache. Ab Sommer 2010 und in der folgenden Tournee 2010/2011 war Chris Murray in der deutschsprachigen Erstaufführung von Stephen Schwartz’ „Children of Eden“ in der Michaeliskirche in Hildesheim als Vater zu erleben (eine Produktion des Theaters für Niedersachsen). In der Spielzeit 2010/2011 feierte Chris Murray einen außerordentlichen Erfolg als Scrooge („Vom Geist der Weihnacht", Köln) und wird weiterhin als Vater (Children of Eden), Jesus (Darmstadt), Jekyll & Hyde (Dresden) und Javert (Baden) zu erleben sein. Am Tiroler Landestheater in Innsbruck wird er in der einzigen deutschsprachigen Neuinszenierung der Spielzeit wieder den Jean Valjean in „Les Misérables“ (Premiere am 14.5.2011) singen. In der neuen Spielzeit 2011/12 wird er am Staatstheater Darmstadt sein Rollendebüt als Radames in Elton Johns „Aida“ geben (Premiere am 10.9.2011).
Seine erste Solo-CD "Musical Hits" (18 Tracks) erschien 2005 bei Sound of Music (www.soundofmusic.de) und ist dort weiterhin erhältlich. Sie platzierte sich sofort auf Platz 1 der deutschen und Platz 3 der US- Musical-Charts und wurde in Österreich als "Musical-Solo-CD 2005" ausgezeichnet. Sie war zuletzt im Juli 2009 in den deutschen Musical-Charts vertreten. Im April 2010 erschien eine Live-DVD eines Konzertes von Chris Murray im Festsaal der Wartburg, die seit Erscheinen ebenfalls in den Charts vertreten ist.
(Stand der Vita: Mai 2011) |