„Die Schwarzen Brüder“ in SchaffhausenDas Musical nach einem Jugendbuchklassiker wird in der Stahlgießerei Schaffhausen uraufgeführt. „Die Schwarzen Brüder“ in Schaffhausen
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Kaminfegerbuben in der Stahlgießerei
Musical-Uraufführung bringt ein Jugendbuch auf die Bühne

„Die Schwarzen Brüder“ von Lisa Tetzner - Klicken und bestellenBasierend auf einem Jugendbuchklassiker von Lisa Tetzner von 1941 (Buchbestellung durch Klicken auf nebenstehendes Buchcover) kommt am 31. März 2007 ein Musical in Schaffhausen heraus. Die Geschichte war 1981 im Auftrag der ARD verfilmt worden, und 1995 gab es sogar eine 33-teilige japanische Zeichentrickserie. Sie handelt von Giorgio, einem Jungen aus einem Tessiner Berghof, der von seinem Vater als Kaminfeger nach Mailand verkauft wird. Durch einen Freund wird er in den Bund der „Schwarzen Brüder“ aufgenommen, die geschworen haben, sich gegenseitig zu helfen. Hier muss sich die „Kraft der wahren Freundschaft“ bewähren. Die Handlung soll auf historischen Tatsachen beruhen, denn im 19. Jahrhundert seien Kinder der notleidenden Tessiner Bevölkerung von Schleppern tatsächlich nach Norditalien gebracht worden, so heißt es. Noch heute sollen Männer leben, die wie Giorgio mit bloßen Händen Kamine reinigen mussten.
   Die Idee zu einem Musical über die „Schwarzen Brüder“ war im November 2004 entstanden. Das Libretto stammt von Mirco Vogelsang. In der Schweiz, in Deutschland und in Österreich ist der Autor mit der Arbeit an Drehbüchern, Bühnenstücken, Übersetzungen und deutschen Bearbeitungen befasst. Sein aktueller Film „Herbsterwachen“ wird im Rahmen des 10. „pinkapple“ Festivals in Zürich im Mai 2007 seine Premiere haben. Im August 2006 erhielt Vogelsang auf dem Internationalen Filmfestival Locarno den Förderpreis des Schweizer Autorenverbandes (SSA) für sein Drehbuch „Das Vermächtnis der Lazariter“. Der Autor führt auch Regie bei seinem Stück.
   Die Musik zu Vogelsangs Texten komponierte der 1962 in St. Petersburg geborene Georgij Modestov, der zuletzt künstlerischer Leiter der Abteilung für Musik an der experimentellen Schule für Kunst in Minsk war, bevor er 1999 nach Luzern übersiedelte. Er schreibt Kompositionen für Theater, Musical und Film. Es heißt, Modestov arbeite mit ausdrucksstarken und berührenden Leitmotiven, welche die Figuren begleiten und sich mit ihnen entwickeln. Er verbinde in „Die Schwarzen Brüder“ seine russischen Wurzeln mit der großen englischen Musicaltradition
   Die musikalische Leitung der Aufführungen liegt in den Händen des vielseitigen Luzerner Stiftskapellmeisters Ludwig Wicki. Für die Choreografie verantwortlich zeichnet der in Österreich geborene Tanzschaffende Guido Markowitz, für Bühne und Requisite ist Eva Haberlandt zuständig. Produzentin ist Irene Fleischlin Modestova, die gleichzeitig exklusive Inhaberin der Weltrechte für die Musicaladaption ist.
   Die Rollen des Jungen Giorgio und seines Freundes Alfredo werden von Züricher Sängerknaben in dreifacher Besetzung gespielt. Die neun Schwarzen Brüder werden von Kindern der Singschule Schaffhausen zusammen mit weiteren Kindern aus dem Großraum Winterthur-Zürich in Doppelbesetzung dargestellt. Ein großes Ensemble mit zahlreichen Hauptdarstellern und Tänzern tritt als Mailänder Wölfe, Familie Rossi auf, und spielt weitere wichtige Personen aus der Erwachsenenwelt. Begleitet wird dieses Ensemble durch Mitglieder des 21st Century Orchestra, das vor allem durch das Spielen von Filmmusik bekannt wurde.
   Das Musical wird in der Stahlgießerei Schaffhausen, einer fast 4000 Quadratmeter großen, leerstehenden Industriehalle, zur Aufführung gebracht. Dabei bietet jede Vorstellung Platz für rund 1000 Gäste. Es gibt 40 Aufführungen vom 31. März bis 13. Mai 2007. Die Uraufführung ist am 31. März um 19:30 Uhr. Einzelheiten über die weiteren Vorstellungen gibt es auf unserer Spielplanübersicht.

Arthur H. Maute
7. März 2007

07.03.2007
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