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„Die Schöne und das Biest“ Tournee Aktualisiert: zurück |
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Die schöne Bella erlöst Mr. Hyde im verzauberten Märchenschloss |
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„Die Schöne und das Biest“ mit der Musik von Martin Doepke ist eine hübsche musikalische Variante des bekannten Märchenstoffes, der von Madame Leprince de Beaumont 1757 unter dem Titel „Die Schöne und das Tier“ in seine wohl berühmteste Form gebracht wurde. Das Märchen wurde oft nacherzählt, verfilmt und auch als Musical produziert. Der deutsche Ableger der amerikanischen Disney-Show „Beauty and the Beast“ mit der Musik von Alan Menken war in Stuttgart bis zum 22. Dezember 2000 zu sehen. Nach wie vor am gelungensten jedoch ist vielleicht der Film von 1946, den Jean Cocteau mit Jean Marais als Tier und Josette Day als Belle gedreht hat. Sein Zauber ist bisher unerreicht. |
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Das Buch für das Musical von Doepke wurde nach der Idee und dem Konzept von Andrea Friedrichs und Hans Holzbecher von Christian Bieniek verfasst. Die Liedtexte sind von Elke Schlimbach und Grant Stevens. Friedrichs wird übrigens ab Herbst 2005 die Leitung des Deutschen Theaters München übernehmen, wo die Deutschlandtournee von „Die Schöne und das Biest“ am 2. Dezember 2004 startete. Die Uraufführung der Show war übrigens schon 1994 am Kölner Sartory Theater. Das Musical erhielt, wohl als Unterscheidungsmerkmal zur bekannteren Disney-Version (Premiere 1993 in Houston, Texas und 1996 am Broadway), den Zusatz „das deutsche Original“. Ein wenig Mogelei ist schon dabei, denn diese Bezeichnung erweckt den Eindruck, dass andere Varianten des Märchens Doepkes Stück kopieren. Gemeint ist, dass dieses Werk in Deutschland entstanden ist, und dass die Texte in deutscher Sprache geschrieben wurden. Die Autoren scheuten sich aber nicht, Anleihen bei dem schon 1991 entstandenen Disney-Zeichentrickfilm „Beauty and the Beast“ zu machen, sei es bei der Comicfigur des Gaston, der hier Gustav heißt und im Originalmärchen überhaupt nicht vorkommt, oder bei den verzauberten „lebendigen“ Möbeln und Gegenständen. Hier bevölkern ein Sessel, ein Cello und eine Statue die Szene.
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Doepkes Musik ist zweifellos zauberhaft und klingt häufig bewusst ein wenig altertümlich. Auch komische Elemente, vor allem für Bellas etwas beschränkten Verehrer Gustav und die Schwestern der Schönen erdacht, fehlen nicht. Einige Passagen schmeicheln sich ins Ohr ein und bleiben auch nach der Vorstellung noch in Erinnerung. Ein absoluter „Schlager“ ist dem Komponisten allerdings nicht gelungen. |
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Die Produktion kann nur an größeren Häusern gespielt werden, da sie einige Ansprüche an die Bühnentechnik stellt. Die Szenerie (Kordula Stövesand) besteht aus zwei verschiedenen Bildern, die sich ineinander verwandeln können. Dabei helfen fahrbare Vorhänge, die den Zauberwald darstellen, hinter dem sich das Schloss des Biestes verbirgt. Die Welt des Dorfes besteht aus einem mit Fachwerkhäusern bemalten Prospekt, einem Wagen, auf dem die einfache Behausung von Bella, ihren Schwestern und ihrem Vater herein oder hinausgefahren wird, und einem Tisch, der die Schänke andeutet, in der sich Bellas lästiger Verehrer Gustav und die Dorfbewohner aufhalten. Das ebenfalls bewegliche Schloss besteht aus einigen Wänden und Säulen und einer verfallenen Galerie, auf der sich das Biest bei seiner Erlösung in den Prinzen verwandelt. Arthur H. Maute |