| Das Ensemble der neuen Produktion, das ab 5. Oktober 2008 für Spaß sorgen will, wurde den Medienvertretern am 24. Juli 2008 auf der Probebühne des Colosseums präsentiert. | „Ich will Spaß!“ in Essen Letzte Änderung: zurück |
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„Ich will“
Kreativteam und Ensemble wollen viel erreichen, träumen von großem Spaß und haben noch viel Arbeit vor sich, bis die Premiere im Colosseum steigen kann |
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Foto-Diashow von der Castpräsentation am 24.07.2008
Das Spaß-Ensemble des Essener Colosseums wurde auf der Probebühne des Theaters von Burkhard Koch, dem Theatermanager der Stage Entertainment für die Region Nord und West, und der Regisseurin Carline Brouwer zum ersten Mal vorgestellt. Vorgetragen wurde der eben erst einstudierte Titel „Ich will, was mir gefällt“. Das Bild zeigt Leila Vallio. Fotos: Copyright © 2008 Arthur H. Maute |
| Auf der Probebühne im zweiten Stock des Essener Colosseum gibt es eine kleine Galerie. An der Wand hängt eine Reihe von Bühnenbildentwürfen für das neue Musical „Ich will Spaß!“. Jede einzelne Skizze scheint irgendwie aus Rubik’s Cube entwickelt worden zu sein, jenem „Zauberwürfel“, der, erfunden von dem Ungarn Ernö Rubik, 1980 als Spiel des Jahres ausgezeichnet wurde. Anfang der 80er Jahre war es in kürzester Zeit zu einem regelrechten Boom gekommen, und viele Millionen der Zauberwürfel wurden verkauft. Die Show, die am 5. Oktober herauskommen soll, und die natürlich auf einen vergleichbaren Erfolg hofft, baut selbstredend nicht nur auf diesen Zauberwürfel. Vielmehr orientiert sie sich vor allem an der Musik der Neuen Deutschen Welle dieser Jahre. Die Proben haben erst in dieser Woche begonnen, und zur Einstudierung des Songs „Ich will, was mir gefällt“, mit dem sich Künstler und Band jetzt schwungvoll vor den zahlreichen Medienvertretern einführen und gleich für Stimmung sorgen, stand nur ganz wenig Zeit zur Verfügung. Drei Szenen hat man auf der relativ beengten Spielfläche aufgebaut, drei Wohnungen, die der Zuschauer später in den Kuben des Würfels wiederfinden soll. Nach dem Auftakt mit der einleitenden Showszene verteilen sich acht Hauptdarsteller auf provisorischen Sets. Burkhard Koch, der Theatermanager, der die Bühnen der Stage in der Region Nord/West regiert, bedankt sich artig bei den Künstlern für die erste Kostprobe aus dem Stück, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass die Uhrzeit - geladen wurde auf 11 Uhr - für Theaterleute natürlich eine „ganz besondere Uhrzeit“ sei. Vor zwei Monaten habe man zum ersten Mal eingeladen und ein wenig über die Zeit der NDW erzählt, habe sich zurückversetzt in die Trends, die es damals gab. Koch, der sich als „Baujahr 1960“ outet, sagt, er könne sich selbst noch ganz gut an diese Zeit erinnern und habe auch viele Songs „ganz toll“ gefunden. Inzwischen, in den zwei Monaten seit dieser ersten Präsentation, sei ganz viel geschehen, nicht nur das Casting sei abgeschlossen worden, sondern es habe Workshops gegeben, und auch das Buch sei weiter entwickelt worden. Jetzt, in dieser Woche, haben sich alle zum ersten Mal getroffen. Carline Brouwer, die als Regisseurin dafür sorgen muss, dass der Spaß, von dem das Team träumt, auch gelingt, führt aus, dass in den letzten Tagen schon „unwahrscheinlich viel“ passiert sei. Was wir gerade sehen, das sei jetzt nur ein Anfang, denn noch habe man zehn Wochen Zeit. Jetzt aber soll sich das gesamte Ensemble mit Namen und Rollen vorstellen, besser ein wenig zügig, denn um 13 Uhr soll es mit den Proben weitergehen, und schließlich wollen die angereisten Fotografen vorher noch die Darsteller inmitten einer Kulisse aus zahllosen bunten Luftballons auf der Galerie des Theaters knipsen und in ihren Digitalkameras mit nach Hause nehmen. Es gibt drei Wohnbereiche für die drei Wohngemeinschaften, die das Gerüst der Handlung von „Ich will Spaß!“ stützen, und deren zentrales Element, im Moment jedenfalls, jeweils eine Couch ist. Da ist einmal die konservative, bürgerliche Familie, mit einem geregelten Lebenslauf „von neun bis fünf“ und „Wiener Schnitzel“, was sich allerdings im Lauf der Story ändern soll, wie gleich angedeutet wird. Herbert (Cusch Jung) ist der Familienvater, Doris (Sonja Herrmann) die Mutter, und dann gibt es da noch Röschen (Leila Vallio), die ist „18 und hat schon Abitur“. Weniger gesittet, mit „mehr Chaos“, geht es im zweiten Wohnbereich zu, in dem Mutter Flora (Claudia Stangl) und Tochter Cleo (Romina Langenhan) hausen. Auch Cleo hat Abi gemacht - „was man hat, das hat man“ - und weiß alles über Sex, aber nicht „ob sie das alles ausprobieren will“. Mutter Flora engagiert sich, „möchte die Leute auf der Straße erreichen“ und ist gar nicht damit einverstanden, „dass die ganze Politik um Viertel nach Acht zu Ende ist“. Schließlich sind da noch Vater und Sohn mit Namen Ritch (Michael Eisenburger) und Tommie (Michael Ernst), zu denen einigermaßen überraschend - „15 Jahre kein Kontakt mit Ritch“ - noch Ritchs Vater Falk (Heiko Wolff) stoßen wird. Über Ritch erfährt man, dass er ziemlich „cool“ ist - „er schläft wohl mit allen Frauen“ -, aber dass Cleo sein Leben ändern wird. Nachdem sich die Protagonisten eingeführt haben, sind die Ensemblemitglieder und Swings dran. Sie stellen sich und ihre Funktion in dem noch zu erarbeitenden Musical kurz vor, bevor auch die Musiker der sechsköpfigen Kapelle, die sich in der hintersten Ecke des Raums aufgestellt haben, ihre Namen sagen dürfen. Zum Schluss ist zu erfahren, dass sich das Team wünscht, dass jeder der hoffentlich zahlreichen Zuschauer sich in der einen oder anderen der Personen des Stückes wieder findet. Mit etwas gemischten Gefühlen, aber mit der Gewissheit, dass die soeben angerissene Handlung für einen Erfolg viel fetzige Musik brauchen wird, geht man zum Fototermin auf die Galerie. Arthur H. Maute 24. Juli 2008 |
03.08.2008
Musik und Text von „Ich will, was mir gefällt“: UKW Arrangement: Jeroen Sleyfer, B Meijers Produktion: Stage Entertainment Ensemble und Band des Colosseum Theaters Essen Foto-Diashow: ArtMusicSMart Dr. Arthur H. Maute (AMS) Mehr über „Ich will Spaß!“ Videos Berichte, Infos, Kritiken und Kommentare News |