Noch zwei Wochen sind es bis zum Gastspiel der Erfolgsshow von Jérôme Savary im Ronacher. „A la recherche de Josephine“ wird vom 6. bis 27. Juni 2009 im neuen Musicaltheater in deutscher Sprache gespielt.
„Josephine“ in Wien
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Auf der Suche nach Josephine und dem Jazz
Nach knapp 80 Jahren wieder im Ronacher

Im berühmte Bananenröckchen - Nicolle Rochelle entführt uns in die echte Revue, so wie sie vor Jahren das Publikum begeisterte: mit Kostümen von Poiré und der typischen Showtreppe, Rhythmus und Swing, mit einer Truppe professioneller Tänzer, davon zwei atemberaubende Stepptänzer. Die gesprochenen Texte wurden speziell für die deutschsprachige Erstaufführung im Ronacher übersetzt und adaptiert. -  Foto: Serge Kadouche
Im berühmte Bananenröckchen
Nicolle Rochelle entführt uns in die echte Revue, so wie sie vor Jahren das Publikum begeisterte: mit Kostümen von Poiré und der typischen Showtreppe, Rhythmus und Swing, mit einer Truppe professioneller Tänzer, davon zwei atemberaubende Stepptänzer. Die gesprochenen Texte wurden speziell für die deutschsprachige Erstaufführung im Ronacher übersetzt und adaptiert.
Foto: Serge Kadouche

Am 23. März hatten die Vereinigten Bühnen Wien (VBW) zu einem Pressegespräch über die deutschsprachige Erstaufführung von „A la recherche de Josephine / Looking for Josephine“, welches ab 6. Juni im Ronacher des Gastspiels zu sehen sein wird.
   Josephine Baker, die „Schwarze Venus“, trat schon 1932 im damaligen „Etablissement Ronacher“ auf und kehrt jetzt, dargestellt von Nicolle Rochelle, in einer Jazz-Revue wieder auf diese Bühne zurück. 1906 in den USA geboren, schaffte Baker 19 Jahre später ihren internationalen Durchbruch als Tänzerin in „La Révue Nègre“ in Paris. Baker bot auch Gesangseinlagen und spielte in einigen Stummfilmen mit. Sie zog mit phantasievollen Kostümen, allen voran dem „Bananengürtel“, ihrem Temperament und ihrer körperlichen Sinnlichkeit das Publikum in den Bann. Ihrer Freizügigkeit sorgte gleichzeitig für Kontroversen, welche ihr sogar Auftrittsverbote einbrachten.

Mit Vergangenheit in die Gegenwart
   Jérôme Savary zeigt in seiner Show nicht nur das Leben von Josephine, sondern auch die Geschichte des Jazz und der Sklaverei - und das Ganze vor dem Hintergrund des vom Hurrikan Katherina zerstören New Orleans. Diese Jazz-Revue wurde bereits über 400 Mal zur Aufführung gebracht und wird in Wien zum ersten Mal mit deutschen Texten - die Liedtexte bleiben englisch und französisch - dargestellt. Im September wird die Produktion nach Amerika wandern und Savary ist sich sicher, dass „Barack Obama diese Show gefallen würde“ und dass sie „eines Tages am Broadway zu sehen sein wird“. Von einer Bigband begleitet bietet das afroamerikanische Ensemble in zwei Mal 40 Minuten Unterhaltung pur. Der erste Teil ist in Schwarz/Weiß gehalten und erzählt die Geschichte des Jazz. Der zweite Teil wird farbenprächtig und schwungvoller.
   Bei der Pressekonferenz gaben Jérôme Savary und Nicolle Rochelle, welche Josephine Baker seit 2006 verkörpert, einen Einblick auf die Hommage. Rochelle gab zwei Nummern mit unglaublicher Leichtigkeit, Komik und Schwung zum Besten, sodass man sich nur auf diese Show voller Showtreppen, Kostümen, Provokation, Rhythmen, Rap, Salsa, Boogie, Blues und Jazz freuen kann.
   Die VBW haben sich anlässlich des Gastspiels dazu entschlossen,  das Parkett des Ronacher mit 45 Cafehaustischen zu bestückten um so den Zuschauern eine stilgerechte Atmosphäre bieten zu können.

Vera Stelzmayer
24. März 2009

Josephine und ihr Regisseur - Jérôme Savary und sein Star Nicolle Rochelle präsentieren sich den Medienvertretern - Foto: Vera Stelzmayer
Josephine und ihr Regisseur
Jérôme Savary und sein Star Nicolle Rochelle präsentieren sich den Medienvertretern
Foto: Vera Stelzmayer

Information

Spielstätte:
Ronacher
Seilerstätte 9
A-1010 Wien
Vorstellungen:
6. - 27. Juni täglich außer Mittwoch
Beginn: 19:30
Tickets:
Tel. +43(0)1-58885, Web: www.wien-ticket.at