Tecklenburg setzt J.C.
wieder auf den Spielplan
Mit
hochkarätiger Besetzung
Nach dem sensationellen Erfolg der
letztjährigen Aufführungssaison lag es für die
Verantwortlichen der Freilichtspiele in Tecklenburg
nahe, Jesus Christ Superstar auch in
2002 wieder auf den Spielplan zu setzen wenn auch
nicht als Hauptstück. Als solches präsentieren die
Norddeutschen diesmal My Fair Lady
(Regie: Helga Wolf). Premiere ist am Samstag,
den 22. Juni.
Mit mehr als 35 000 Zuschauern geriet
die aufwändige Open-Air-Inszenierung von Jesus
Christ im vergangenen Jahr zur erfolgreichsten
Produktion in der Geschichte der Tecklenburger. Und weil
die (unsterbliche) Rock-Oper von Sir Andrew Lloyd
Webber über die letzten sieben Tage von Jesu beim
Publikum derart einschlug, gibt es jetzt einen
Nachschlag. Insgesamt dreizehn Aufführungen sind
vorgesehen, wobei die Premiere auf Freitag,
den 2. Juli terminiert worden ist.
Auch in diesem Jahr können die
Veranstalter mit einer hochkarätigen Besetzung dafür
aufwarten. Die Titelrolle hat wie in 2001 wiederum Sascha Th. G. Krebs übernommen. Und die Frau
an seiner Seite, Maria-Magdalena, ist keine
Geringere als Leah Delos
Santos. Das dänische Multi-Talent Kristian
Vetter, zuletzt als Scrooge im Geist
der Weihnacht in Oberhausen sowie als
Jean Valjean bei Les
Miz in Detmold zu bewundern, spielt
den Verräter-Jünger Judas. Die
Besetzung dieses Parts hatte den Machern besonderes
Kopfzerbrechen bereitet, nachdem Alex Melcher
die Latte im vergangenen Jahr ziemlich hoch gehängt
hatte. Doch mit dem stimmgewaltigen Rock-Tenor aus
Skandinavien dürfte sie einen adäquaten Ersatz an Land
gezogen haben.
Vetters Landsmann Claus Dam kennen viele als
Herzog Max aus der Essener Elisabeth-Produktion.
Er steht als Pilatus im Scheinwerferlicht. Diese
Rolle hatte im vergangenen Jahr Ethan Freeman
mit kaum zu übertreffender
Überzeugungskraft ausgekleidet. Regie führt wiederum
der Österreicher Dean Welterlen, während Anette
Fischer für die Choreografie verantwortlich
zeichnet. Die Übersetzung der Original-Texte ins
Deutsche stammt von Anja Hauptmann.
Im Gegensatz zu den Bad Hersfelder Festspielen,
wo J.C. in diesem Jahr ebenfalls auf
dem Programm steht und die mit solch großen Namen wie Mozart
Yngve Gasoy-Romdal und Velma Kelly
Anna Montanaro locken, gibt es für Tecklenburg noch
Eintrittskarten. Es empfiehlt sich jedoch eine
rechtzeitige Reservierung bzw. Buchung. Die Tickets
kosten je nach Platzkategorie zwischen 16 und 20
Euro und können unter 05482-220 oder -227
geordert werden. Weitere Vorstellungen nach der Premiere
sind am 3., 8., 9., 15., 16., 18., 23., 24., 25. 29.,
30. und 31. August.
Für My Fair Lady gelten
die gleichen Preise. Davon gibt es insgesamt 17
Aufführungen. Die Besetzung: Jana Werner (Eliza),
Dean Welterlen (Higgins), Kristian
Lucas (Freddy), Walter Hoffmann (Doolittle),
Friedhilde Filser (Pearce), Michael
Schüler und Michael Bergmann (Harry
& Jamie).
Traditionell beginnt der Tecklenburger Theatersommer mit
einem Paukenschlag, oder, wenn man so will, einem
Appetit-Anreger. Der wird am Pfingstmontag, 20. Mai,
ab 18 Uhr serviert. Motto: Nicht kleckern,
klotzen! Parole Music alive. Hinter
diesem Begriff versteckt sich eine opulente Musical-Gala
mit sechs Top-Stars der Szene. Aus Stuttgart kommt Graf
von Krolock persönlich, Mr. Kevin Tarte. Ethan
Freeman ist ebenso mit im klangvollen Boot wie Carolin
Fortenbacher P. und Kristian Vetter. Jana
Werner und Leah Delos Santos komplettieren
die nahmhafte Riege.
Die Künstler präsentieren Highlights
aus 40 Jahren Musikgeschichte, wobei sie neben
Musical-ischem auch Anleihen bei Klassik, Rock und Pop
machen.
Jürgen
Heimann
25.2.2002
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