Die deutsche Version des Musicals aus Frankreich ist seit dem 3. September 2005 wieder auf dem Spielplan |
„Romeo & Julia“ in Wien |
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Herrscher der Welt
„Romeo & Julia Das Musical“ ist seit dem 3. September wieder auf dem Spielplan |
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| Die Herrscher der Welt waren am 16. Juli eindeutig die Darsteller des Romeo und Julia Ensembles aus dem Raimund Theater. Einmal mehr bewies Wien dass es nicht umsonst zu den Musicalmetropolen gehört. Die Cast war in Topform, die Fans taten ihr Übriges, damit auch an diesem Abend eine ganz besondere Stimmung in dem Theater herrschte. Boris Pfeifer entführte die Anwesenden nach Verona. In der italienischen Stadt herrscht eine Fehde zwischen den Montagues und den Capulets. Die beiden Familien schreiben in Verona das Gesetz und sind seit ewig im Streit. Das Schicksal will es, dass sie ausgerechnet ein Montague in eine Capulet verliebt. Die Geschichte ist allen bekannt und wurde auch schon öfter in anderer Form umgesetzt. Aber das Musical von Gérard Presgurvic mit der Choreographie von Redha und dem Bühnenbild von Duncan Hayler vermag immer wieder zu begeistern. Die Musik reißt einen schon nach den ersten Takten mit, und die Lieder wie „Herrscher der Welt“, „Liebe“ und „Wir sind aus Fleisch und Blut“ werden zu wahren Ohrwürmern. Das Ensemble tanzt sich die Seele aus dem Leib, die Darsteller müssen wahre Akrobaten sein, um die alle Tänze und Kämpfe fehlerfrei über die Bühne zu bringen. Hauptdarsteller Lukas Perman ist wie gewohnt romantisch verträumt und Marja Shaki ist jung und frisch, so wie man sich eine Julia vorstellt. Sie träumt von der ewigen und einzigen Liebe. Ihr zur Seite steht ihre Amme, dargestellt von Carin Filipcic. Filipcic wirkt immer sicher auf der Bühne, sie hat eine unglaubliche Präsenz und sie schafft es auch, diese über das ganze Musical durchzuhalten. Sie unterstützt „ihre“ Julia, wo sie nur kann, und gönnt ihr das Glück der ersten Liebe, hat aber gleichzeitig Angst um sie. Die Angst kommt besonders bei dem Lied „Siehe da, sie liebt“ zum Tragen. Als Mercutio steht Peter Lesiak anstelle von Rasmus Brokowski auf der Bühne. Lesiak ist übermütig in seinem Spiel, hat Bühnenpräsenz und braucht sich nicht hinter seiner Erstbesetzung zu verstecken. Die Musik kann über zwei Stunden begeistern und geht einem auch nach dem Theater noch ins Ohr und reißt einen mit. Die Texte, die für die deutsche Fassung übersetzt wurden, stören nicht, weil man durch die sehr guten Tanzszenen und die akrobatische Choreographie entschädigt wird. Marie-Anne Lammar 22. Juli 2005 |
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