| Marcel Kucera hat
seine Vampirmaske iabgelegt und tritt am 3. Mai in Stuttgart mit einem gemischten Programm auf. |
Marcel
Kucera
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Marcel Kucera: Ein Künstler, für den seine Fans gute Freunde sind Graf Krolock ist Geschichte . . aber es war ein schönes Stück meines Lebens |
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Hätte
sich Roman Polanski tatsächlich einmal die
Mühe gemacht, ihn persönlich über die volle Distanz
als Krolock auf der Bühne zu beobachten bzw. zu
hören, Marcel Kucera stünde als solcher immer
noch dort. Aber der kleine, mächtige Kult-Regisseur
verließ sich eher auf das Urteil anderer, und so nahm
das Unheil, als das es nicht wenige sehen, seinen Lauf.
Ende März fuhr der Tscheche mit der begnadeten
Heldentenorstimme seine letzte Schicht als Schlossherr im
Stuttgarter Vampir-Hauptquartier. Kein anderer Graf
und es waren ja noch zwei weitere herausragende
steile Haupt-Zähne, die gingen bzw. gegangen wurden
konnte zum Abschied in einem solch großen
Blumenmeer baden.Kuceras Stern ist allerdings noch nicht am Verblassen. Der Künstler, der in der Rolle des Les-Mis-Inspektor Javert in Prag den Einstieg ins Musical-Genre schaffte, hat genügend Potential, um auch andernorts zu bestehen. Er, der am vergangenen Sonntag im Kreise seiner immer weiter wachsenden Anhängerschar Geburtstag feierte, ist auch einer, der als neues Phantom der Oper gehandelt wird. Die Callbacks erfolgten Anfang vergangener Woche, doch eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Als Nächstes wird man den Künstler am Freitag, 3. Mai, im Rahmen eines Soloabends
in Stuttgart (Studio
Piano-Fischer, Theodor-Heuss-Straße 8) erleben
können. Für Kurzentschlossene: Karten für das um
20 Uhr beginnende Konzert gibt es bei der Musical-
und Konzertvereinigung unter 0711-22046549.Am Samstag, dem 20. Juli, wird der Mann dann zusammen mit seiner Kollegin, der amtierenden TdV-Sarah Barbara Köhler, also jener Frau, der er in Schwäbisch-Transsylvanien immer an den Hals ging, beim Ball der Finsternis" in Bretten auftreten. Diese 28 000 Einwohner zählende Kreisstadt liegt zwischen Karlsruhe und Heilbronn. Der Erlös dieser Benefiz-Gala ist für die Sanierung gefährdeter städtischer Einrichtungen bestimmt. Schauplatz ist die Stadtparkhalle. Karten können per Fax unter der Nummer 07252-958425 geordert werden. Ein schönes Stück meines Lebens, sagt Kucera über seine Zeit bei den Vampiren. Dort hatte er am 16. Dezember als alternierender Graf Krolock seinen Einstand gegeben und spielte diese Rolle, die er sich innerhalb von 14 Tagen reinpauken musste, in Folge rund 60 mal. Ansonsten stand er achtmal pro Woche als Ensemblemitglied auf der Bühne. Seine erste Bekanntschaft mit den Blutsaugern hatte Kucera im Auto gemacht. Dort kreiste entgegen
sonstiger Gepflogenheiten keine Klassik-CD auf dem
Player, sondern die Castscheibe der Wiener Vampire. Die
gefiel ihm so gut, dass er sich spontan entschloss, bei
den nächsten Auditions in Stuttgart vorzusingen. Der
Rest ist (bereits) Geschichte.Weitere Pläne für die Zukunft so die weiße Maske an ihm vorbeizieht? Durchaus auch mal an kleineren Theatern spielen. Denn: Gerade da kann man immer noch was dazulernen. Sein Vorbild? Steve Barton. Sein Lieblingskomponist (Musical)? Gershwin. Und seine Traumrolle? Jekyll & Hyde. Wie beurteilt Marcel Kucera sein Verhältnis zu den Fans? Eher untypisch. Es sind für ihn mehr Freunde (deshalb auch die Bezeichnung Freundeskreis), mit denen er auf gleicher Augenhöhe kommuniziert, mit denen er sich austauscht und mit denen er auch schon einmal einen zusammen trinkt. Jürgen Heimann Namentlich gekennzeichnete
Kritiken, Kommentare und Berichte Fotos:
Margret Nündel und Jürgen Heimann |