Für CD-Bestellung hier klicken...Neuauflage des „World Premiere Recording 2004“ von Frank Nimsgerns und Heinz Rudolf Kunzes Musical
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„Poe - Pech und Schwefel“
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„Was ist wirklich, was geträumt?“
Die CD zum Mystery-Musical von Frank Nimsgern
und Heinz Rudolf Kunze

Sony BMG hat die Musicalaufnahme von „Poe – Pech und Schwefel“, die erstmals im Oktober 2004 erschienen war, neu aufgelegt. Der reißerische Untertitel macht neugierig, wenn man weder 2004 die Uraufführung am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken noch eine der Aufführungen Ende letzten Jahres im Musicalzelt München gesehen hat. Doch nach dem Anhören aller Nummern fragt man sich schon, was man da eigentlich gehört hat. Und ist man kein Kenner von Poes Geschichten, die sich laut Plot aus den Buchdeckeln befreien und nicht mehr dahin zurückfinden, so bleibt man am Ende ziemlich ratlos. Denn das dürftige Booklet hilft einem trotz einiger der abgedruckten Texte von Heinz Rudolf Kunze auch nicht viel weiter. So stellt die CD wohl eher ein Nimsgern-Fan-Album dar.
   Am Anfang sind die Worte „Was ist wirklich, was geträumt?“ zu hören. Sie werden später noch ein paar Mal wiederholt. Sie scheinen überhaupt die Essenz der Story zu sein. Dazu gibt es ein musikalisches Spektrum, das Elemente von Gospel und Swing, Close Harmony und Partikel a la Cy Coleman’s „City of Angels“ mit Balladen und Anklängen an Kirchenmusik kombiniert. Ansonsten greift der Komponist auf gängige E-Sounds zurück. Ohrwürmer sind auf Anhieb nicht zu entdecken. Einige Titel sind aber ziemlich fetzig und das Ganze übt doch eine eigentümliche Faszination aus. Überdies kann einen der Sound durchaus in seinen Bann ziehen, wenn auch die elektronischen Effekte ohne das zugehörige Bühnengeschehen ziemlich aufgesetzt wirken. Die Stimmen der wenigen Solisten werden geschickt zu Chören arrangiert und es gibt wirkungsvolle instrumentale Passagen. Gesanglich ragt Darius Merstein besonders heraus, während Peti van der Velde kaum solistisch in Erscheinung tritt. Leider klingt das Endprodukt insgesamt weitgehend kalt und unpersönlich.
   Die Vocals wurden von Aino Laos produziert und aufgenommen, und mit den Arrangements von Nico Berthold und Frank Nimsgern abgemischt. Entstanden ist das Ganze in den Jahren 2001 bis 2004 basierend auf Originalsongs von Aino Laos und Frank Nimsgern. Nimsgern ist in jüngster Zeit vor allem bekannt geworden durch die Show „Hexen“ im Berliner Friedrichstadtpalast.

Arthur H. Maute
20. März 2006

Inhalt der CD

Titel Solisten

Prolog
Ein Traum in einem Traum Hans Körbel
Aino Laos
Frank Nimsgern

Der Pakt
Schlag ein Darius Merstein
Henrik Wager

Der Club Amontillado
Gierig Peti van der Velde
Meister der Nacht Darius Merstein
Nicht weiter

Aino Laos

Der Unterweld Amontillado
Der Tunnel Frank Nimsgern
Du sollst mich inspirieren Henrik Wager
Zu weit

Der Prozess
Lasst ihn frei, sperrt ihn weg Darius Merstein
Wie tief, wie weit Aino Laos
Darius Merstein

Die Gameshow
Alles auf Rot Darius Merstein
Das Spiel Frank Nimsgern
Mehr als ein Spiel Aino Laos
Henrik Wager

Die entweihte Kirche
Poes Fuge Aino Laos
Frank Nimsgern
In dem Zeichen des Herrn

Darius Merstein

Der letzte Kampf
Sieh mich an Henrik Wager
Darius Merstein
Lebendig begraben Frank Nimsgern
Auf den Flügeln der Nacht Aino Laos
Auf den Flügeln der Nacht Reprise Aino Laos
Poemanie Aino Laos
Darius Merstein
Henrik Wager