"Starlight Expresss" - LogoThomas Krauth macht in Bochum Dampf „Starlight Express“ in Bochum
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Das „Licht am Ende des Tunnels“ leuchtet - Der „Starlight Express“ steht weiterhin unter Dampf
Köln-Düsseldorfer Erfolgsproduzenten bilden in Bochum den neuen Bahnhofs-Vorstand

Thomas Krauth und seine Loks


Das Aus für das erfolgreichste und laut Eigenwerbung „rasanteste Musical der Welt“ konnte quasi in letzter Minute abgewendet werden. Der „Starlight Express“ hat auch weiterhin Dampf im Kessel und kommt doch nicht aufs Abstellgleis. Seit Anfang dieser Woche hat der Bochumer Hochgeschwindigkeitszug aber einen neuen Lokführer: Thomas Krauth. Der Köln-Düsseldorfer Erfolgsproduzent und seine Partnerin Andrea Friedrichs haben im Hauptbahnhof am Stadionring der Ruhrmetropole das Kommando übernommen.
   Das waren bange Wochen für die „STEX“-Fans, die Cast sowie alle Mitarbeiter vor und hinter den Kulissen. Nachdem der einstige Musical-Marktführer Stella Anfang April Insolvenz anmelden musste, stand die Zukunft des Rollschuh-Spektakels auf Messers Schneide. Die Stage Holding winkte ab und zeigte im Gegensatz zu Stuttgart („Tanz der Vampire“, „Phantom der Oper“, „Cats“), Hamburg (Neue Flora, Operettenhaus) und Berlin (Musical-Theater am Potsdamer Platz) keinerlei Interesse daran, die Produktion zu übernehmen.
   In den vergangenen Wochen hatte das Bochumer Ensemble ohne Lohn gespielt - in der Hoffnung, dass es irgendwie weitergehen würde. Und dieser (Zweck-)Optimismus erwies sich letztendlich als gerechtfertigt. Nachdem auch die Gewerkschaft ihren Segen gegeben hat, stand der Inthronisierung eines neuen Bahnhofsvorstandes nichts mehr im Wege.
   Thomas Krauth und Andrea Friedrichs betreiben bereits gemeinsam mit ihrem Partner Michael Brenner das Capitol-Theater in Düsseldorf sowie den Musical -Dome in Köln. Sie rechnen damit, spätestens Ende dieses Jahres in Bochum schwarze Zahlen schreiben zu können. Bis es soweit ist, werden sie das Marketing ankurbeln.
   Die neuen Produzenten kalkulieren vorsichtig mit einer Spielzeit von weiteren 1,5 bis 2 Jahren. Bis sich die Übernahme des Theaters rechnet, verzichtet die Stadt Bochum auf die Miete für das Haus. Für sie ist der Sternenlichtzug schließlich der Werbeträger Nr.1. Stellenkürzungen in den Bereichen Vorderhaus (Gastronomie) und Kostümabteilung waren allerdings nicht zu vermeiden und sind inzwischen beschlossene Sache. Doch durch diese Übernahme behalten 320 andere Mitarbeiter ihren Job.

André Sicks
16. Juli 2002

Foto: André Sicks
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