Jörg Witzsch inszeniert Cole Porters beliebtes Musical auf der Freilichtbühne des Theaters unter den Kuppeln. Premiere ist am 7. Juli. „Anything Goes“ in Stetten
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Cole Porters Luxusdampfer dreht sich um die eigene Achse
„Anything Goes“ kommt am 7. Juli auf die Drehbühne des Theaters unter den Kuppeln

"Anything Goes" in Stetten - Sumita Brumbach (Reno Sweeney) und Thomas Harke (Billy Crocker) bei den Proben im Theater unter den Kuppeln - Foto: Theater unter den Kuppeln
„Anything Goes“ in Stetten
Sumita Brumbach (Reno Sweeney) und Thomas Harke (Billy Crocker) bei den Proben im Theater unter den Kuppeln
Foto: Theater unter den Kuppeln

In dieser Sommersaison steht auf der Freilichtbühne des Theater unter den Kuppeln in Leinfelden-Echterdingen Cole Porters „Anything Goes“ auf dem Programm. Besonders originell klingt das nicht gerade. Noch erinnert man sich an die am 7. Dezember 2002 im Stuttgarter Alten Schauspielhaus herausgekommene gelungene Inszenierung dieses Musicals, in der Astrid Vosberg als Reno Sweeney zu sehen war.
   Trotzdem darf man gespannt sein, was Regisseur Jörg Witzsch, der übrigens selbst schon seit 1992 immer wieder auf der Stettener Bühne stand, aus dieser Show machen wird. Ihm steht ja die große Freilichtanlage mit Drehbühne zur Verfügung, insbesondere aber ein immenses Potential an Mitwirkenden, die nicht nur singen und spielen, sondern tanzen und steppen können. Und Witzsch ist ein Fan von Cole Porters Musik, Orchesterleiter Sylvio Zondler ist von allem begeistert, was swingt und jazzt. So meint der Regisseur, dass „Anything Goes“ alles biete, „was eine großartige Show ausmacht, wunderbare Musik, eine witzige, schnelle und gutgeschriebene Story und großartige Tanznummern“. Witzsch hat sich außerdem dafür entschieden, nicht, wie üblich, nur die Dialoge, sondern auch die Songs in deutscher Übersetzung bringen zu lassen.
   Das Theater mit überdachtem Zuschauerraum kann bei seiner Arbeit auf etwa 140 Mitglieder und 250 Mitwirkende zurückgreifen. Es gibt Gesangssolisten, einen Chor, ein Ballett, viele junge Leute, ausgebildet durch die eigene Tanzschule und eigene Gesangslehrer. Klar, dass daraus unter der richtigen Leitung eine großartige Show werden kann, die mindestens in der Zahl der die Bühne bevölkernden Darsteller die Möglichkeiten mancher professionellen Bühne übertrifft. Denn einen Vorteil hat der Verein: alle Mitwirkenden treten ehrenamtlich auf, Gagen fallen nicht an. Und an der Leitung soll es dieses Mal auch nicht fehlen, denn für die Choreografie stehen unterstützend die zwei in Deutschland lebenden Amerikaner Maryanne Kelly und Andrew Hunt mit echten Profikenntnissen zur Verfügung. Kelly kam mit „Miss Saigon“ nach Stuttgart und war zuletzt künstlerische Leiterin des Broadway-Stepp-Musicals „42nd Street“ im Apollo Theater. Hunt war auf den Möhringer Bühnen als Dance Captain tätig und spielt zur Zeit in „Mamma Mia!“ im Palladium. Er hat kürzlich gar eine Show für den amerikanischen Präsidenten choreographiert.
   Regisseur Witzsch wirkt auch an der Gestaltung des Bühnenbilds mit. Zur Seite steht ihm Joachim Zinkernagel. Die beiden haben ein Bühnenbild für die 20 Meter tiefe Spielfläche entworfen, das sich in drei Ebenen bis zu einer Höhe von über sechs Metern staffelt. Die handelnden, singenden und tanzenden Personen des Stücks, das auf einem Schiff namens MS Amerika spielt, können sich so über viele Treppen, sogar, so kann man hoffen, über eine veritable Showtreppe auf und ab bewegen, und damit das schwäbisch sparsame Treppchen von damals im Alten Schauspielhaus in den Schatten stellen.

Arthur H. Maute
16. Mai 2007

Informationen:
Premiere:
Samstag, 7. Juli 2007 um 20:30 Uhr.
Weitere Vorstellungen:
13., 14., 20., 27., 28. Juli,
3., 4., 10., 11. August,
14., 15., 21., 22. September
jeweils um 20:30 Uhr
für Senioren am 22. Juli um 17 Uhr.
Ort:
Theater unter den Kuppeln
Gräbleswiesenweg 32
70771 Leinfelden/Echterdingen – Stetten
Karten:
14, 12 und 9 Euro
Ermäßigung 1 Euro für Behinderte, Schüler, Studenten
Einlass:
Eine Stunde vor Vorstellungsbeginn