Das in London erfolgreich gespielte Abenteurermusical soll von der Stage Entertainment in mehrere Länder auf dem europäische Kontinent geholt werden.
Zorro - Das Musical“
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Der Fuchs kommt auf den Kontinent
Stage Entertainment bringt die Geschichte vom Rächer mit dem dem großen „Z“

Matt Rawle als Diego (Zorro) - Foto: Stage Entertainment, Alastair MuirSeit dem 15. Juli (Previews seit dem 30. Juni) letzten Jahres läuft im Londoner Garrick Theatre das Musical „Zorro“ (Bild: Matt Rawle als Diego/Zorro - Foto: Stage Entertainment, Alastair Muir). Die Dernière soll jetzt am kommenden 14. März sein. Die Original-Story von Stephen Clark, der auch Buch und Liedtexte des Musicals verfasste, und Helen Edmundson geht zurück auf den gleichnamigen Roman von Isabel Allende, die auch an der Produktion des Musicals beteiligt ist. Die Musik stammt von der südfranzösischen Gruppe „The Gipsy Kings“, die sich ursprünglich aus zwei Bands von Brüdern formiert hatten, den Reyes und Baliardos. Neben den bekannten Hits wie ‚Bamboleo’ und ‚Djobi Djoba’ hat die Gruppe auch neue Songs extra für „Zorro“ geschrieben. Zusätzliche Musik wurde von John Cameron komponiert und adaptiert.
   Der Regisseur, der die Abenteuer des maskierten Helden in Szene setzte, ist Christopher Renshaw. Für die Choreographie zeichnet der international renommierte spanische Choreograph Rafael Amargo verantwortlich. Bühnenbild und Kostüme stammen von Tom Piper, dem Associate Designer der Royal Shakespeare Company. Die Londoner Produktion wurde kürzlich für fünf Laurence Olivier Awards, darunter „bestes Musical“ und „beste Choreographie“, nominiert.
   Wie jetzt bekannt gegeben wurde, wird die international operierende Stage Entertainment „Zorro“ ab Herbst 2009 in drei bis fünf „landessprachlichen Produktionen“ auf europäischen Bühnen des "Kontinents" herausbringen. Begonnen wird mit einer französischen Produktion, die im berühmten Theater Les Folies Bergère in Paris Premiere feiern soll, dort, wo die Stage 2006 mit Sam Mendes’ Produktion von „Cabaret“ begann, den französichen Markt zu erobern. Die Auditions für „Zorro“ finden zwischen März und Mai in Paris statt.
   Der Schöpfer des bekannten Helden in Maske und Umhang mit dem Markenzeichen des eingeritzten „Z“ war Johnston McCulley, der 1919 eine fünfteilige Kurzgeschichte unter dem Titel „The Curse of Capistrano“ schrieb. Darin stellte er der Welt den spanischen Edelmann Don Diego vor, der die Menschen in Kalifornien gegen geizige und tyrannische Verbrecher und korrupte Beamte verteidigt. Innerhalb weniger Monate nach Erscheinen ließ Hollywoodstar Douglas Fairbanks McCulleys Erzählung für ein Drehbuch adaptieren und spielte selbst die Hauptrolle des Zorro in dem 1920 gedrehten erfolgreichen Stummfilm. Zahlreiche Zorro-Filme folgten, bis es schließlich zum Musical kam.
   Die Bühnenversion erzählt die Legende von Zorro (spanisch für Fuchs) basierend auf Allendes Roman, in dem berichtet wird, wie Diego de la Vega zu der fast mythischen Figur des Rächers Zorro wurde. Die Handlung des Musicals spielt im Kalifornien des 19. Jahrhunderts. Im Alter von 16 Jahren wird Diego von seinem Vater nach Barcelona geschickt, um dort an Erfahrung und Adel zu reifen. Die väterlichen Pläne gehen nicht auf, Zorro schließt sich einer Zigeunerzirkusgruppe an. Luisa, seine Freundin aus Kindertagen, holt ihn nach Kalifornien zurück, wo sein Halbbruder in der Zwischenzeit eine drückende Kolonialherrschaft aufgebaut hat. Nun ist Diegos ganze Kraft gefragt. Er soll die Menschen befreien und so den Respekt des Vaters zurück gewinnen.
   Erwin van Lambaart, Mitglied des Board of Directors Stage Entertainment International meint zu dem Projekt: “Wir sind stolz darauf, dieses neue und aufregende Musical in den kommenden Jahren in mehreren europäischen Ländern zu präsentieren. Den Anfang macht Frankreich. Wir sind überzeugt, dass Zorros feurig-farbige Welt auch unser Publikum in Deutschland und den Niederlanden ansprechen wird. Stage Entertainment plant darüber hinaus italienische und russische Produktionen von Zorro.“
   Wer die Show in London nicht gesehen hat, wird sich fragen, wie der im Film meist über die Leinwand reitende Rächer mit der Maske auf die Bühne gebracht wird. Man darf gespannt sein.

Arthur H. Maute
5. März 2009